2020_06_16 Zuschrift Katharina Meier

Liebe Frau Gutzmann,
seit letztem Jahr wohnen wir in unmittelbarer Nähe der wunderschönen Kleingartenkolonie und haben sie sofort als grüne Oase für uns entdeckt. Nirgendwo ist es ruhiger und schöner und das zu jeder Jahreszeit- immer gibt es etwas zu entdecken und man kann auch, ohne dass man einen Garten besitzt hier die Seele baumeln lassen. Jede Parzelle ist ein liebevolles Unikat mit Geschichte, die jede für sich unbedingt erhalten bleiben sollte!
Wir unterstützen Ihre Petition mit ganzem Herzen
Katharina M.

2020_06_04 Zuschrift Maike Grunwald

Liebe Freunde der Kleingartenkolonie Am Stadtpark,
leider mussten wir erfahren, dass Block 1 der Kleingartenkolonie
zugunsten von Bauvorhaben vernichtet werden soll. Das wäre eine
Tragödie, und zwar nicht alleine für die Kleingärtner, sondern auch für
Leute wie uns, die in der Nähe leben. Die liebevoll gestalteten Gärten,
die durch die öffentlich zugänglichen Spazierwege für alle zu bewundern sind, bilden eine blühende, grüne Erholungsoase für die Nachbarschaft und sind eine Bereicherung für ganz Berlin.
Wir Spaziergänger erfreuen uns an der freundlichen Atmosphäre, die hier herrscht, an den insektenfreundlichen, naturnahen Gärten mit den alten Obstbäumen, bevölkert von summenden Bienen, Schmetterlingen und singenden Vögeln. Man merkt unmittelbar, wie dieses Stück Grün das Stadtklima verbessert und den Artenreichtum fördert.
Sicher gibt es eine weniger destruktive Lösung für die Erweiterung der
Wangari-Maathai-Internationale-Schule, die den Namen einer
Umweltaktivistin trägt. Gerade in Zeiten von Klimawandel und
Artensterben müssen die Gärten dieser sowohl ökologisch als auch
kulturell wertvollen Kleingartenkolonie, die seit über 100 Jahren besteht, dauerhaft erhalten und geschützt werden.
Mit lieben Grüßen
Christine G.

2020_06_05 Zuschrift Blandine Milcent

In unserer Epoche der Klimaerwärmung dürfen diese Parzellen *AUF KEINEN FALL* verschwinden. Sicher könnte man glauben, dass einige Hektar verlorener Grünfläche, zumal für die Erweiterung einer Schule, nicht das Ende der Welt bedeuten. Aber diese Denkweise können wir uns nicht mehr leisten. Es ist genau diese Denkweise, die uns daran hindern wird, gemeinsam der Klimakrise zu begegnen. Die Rettung der Kleingartenkolonie muss eine absolute Priorität haben. Die Kleingärten müssten in Zukunft unantastbar sein. Wir müssen dafür kämpfen, dies der Senatsverwaltung zu verstehen zu geben. Eine Stadt wie Berlin darf nicht Schritt für Schritt zur Betonwüste werden. Einige große europäische Städte wie Paris sind bereits, immer wenn der Sommer beginnt, zur Hölle geworden, weil Sie nicht
über genügend Grünflächen verfügen.
Blandine

2020_05_20 Zuschrift Kita Piccolino

Ich will meinen Garten behalten, da leben so tolle Regenwürmer
Livio, 5 Jahre
Ich mag gerne Karotten aus der Erde ziehen und Gras schneiden
Antonio, 3 Jahre
Mitten in der Stadt eine altgewachsene Kleingartenkolonie zu haben, ist für Kleingärtner, Nachbarn, das Stadtklima und nahe Bildungseinrichtungen sehr wichtig. Im zweiten Jahr ist die deutsch-italienische Kita „Piccolino e.V.“ in direkter Nachbarschaft zu der Kleingartenkolonie mittlerweile beim Gärtnern mit dabei. Die Kitagruppe ist glücklich so viel Stadtnatur zu erleben: Umgraben, säen, gießen, beobachten, ernten. Für die Kinder ist es wichtig den Naturkreislauf kennenzulernen, zu verstehen, woher unser Essen kommt.
Bitte zerstören Sie das nicht, indem die Kleingartenkolonie bedroht wird.
Eva S., Piccolino e.V.

2020_05_19 Marianne Ronzheimer

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion soll in in kürzester Zeit und unter der Hand, ohne jede Transparenz, unser Kleingartengelände aufgegeben werden. Die dafür zuständigen Gremien werden einfach übergangen. Das weckt in mir ein tiefes Misstrauen, ob die Entscheidungsprozesse in unserem Land richtig ablaufen.

Für mich lauten die Kernfragen, zu denen Stellung bezogen werden muss: Wie ist dieser Entscheidungsprozess abgelaufen und wer hat letztendlich die Entscheidung getroffen?

Welche Interessen von welcher Seite haben sich durchgesetzt? Und natürlich: Warum wurde dieses Vorhaben ohne öffentliche Diskussion vorangetrieben? Welche Position nehmen die Parteien im Bezirksamt und BVV in dieser Frage ein? Wie haben sich SPD, FDP und Grüne bisher verhalten?

 Oder kann es sein, dass die Berliner Verwaltung, in dem Fall die Bildungsverwaltung, die politischen Kräfte ausgetrickst hat?

Als Wähler würde ich gerne wissen, wem ich aufgrund welcher Entscheidungen meine Stimme geben kann. 

Eins steht für mich jetzt schon fest: So wird Vertrauen verspielt!  Das Vertrauen der Bürger und Wähler in demokratische Prozesse, Vertrauen in die Beziehungen zu den „Entscheidern“, Vertrauen darauf, und dass man als Bürger die Chance besitzt, Politik mitzugestalten. Wenn uns Kleingärtner nur die Rolle des ohnmächtigen Zuschauers in diesem „Spiel“ bleibt, dann schafft das Verdrossenheit und Verbitterung. 

Fest steht auch, dass diese Entscheidung den ursprünglichen Intentionen  der Namensgeberin der Wangaari-Maathai-Schule – die als kenianische Umweltaktivistin und Initiatorin des „green-belt-movements“, einer „Grün-Gürtel-Bewegung“, den Friedennobelpreis bekommen hat – fundamental widerspricht. Aber für die Entscheider scheint das nicht von Belang zu sein.

Marianne R.

2020_05_18 Zuschrift Sabine und Thierry Leguay

Wilmersdorf ne doit plus être construit !

La préservation de chaque parcelle de jardin est importante pour préserver la nature, les insectes et pour contribuer au bon air. Tous les blocs 1,2,3,4 apportent leur contribution à l’environnement.

Nous avons tellement entendu parler dans les médias que des colonies de jardins devait être démolie et que maintenant les parcelles sont toujours vides (inhabité). Est-ce que c’est ce que vous voulez, est-ce que c’est ce que nous voulons ?  biensur que non!

Avec actions et forces, notre comité de la colonie am Stadpark, soutient le cours de la situation.

S.V.P Sauvez et gardez nos jardins, vous en profiterez vous aussi.

Pour le bien des enfants, nous devons penser à l’avenir de l’environnement.

Avec mes meilleures salutations

Sabine et Thierry L.

 

Wilmersdorf darf nicht noch mehr zugebaut werden!

Der Erhalt jeder einzelnen Gartenparzelle ist wichtig zum Erhalt der Natur, Insekten und als Beitrag zu guter Luft. Die Blöcke 1,2,3, und 4 der Kleingartenkolonie Am Stadtpark I leisten alle ihren Beitrag für die Umwelt.

Wir haben so viel gehört über die Medien, dass Gartenkolonien abgerissen wurden und jetzt stehen die Grundstücke immer noch leer. Wollt ihr so was haben, wollen wir so was haben? Selbstverständlich nicht!

Für Bauwerke gibt es genug andere Flächen in und außerhalb von Berlin. Unser Komitee der Kolonie am Stadtpark stellt sich mit Tatkraft und Energie der Situation.

Bitte retten Sie und bewahren Sie unsere Gärten, auch ihr zieht euren Nutzen daraus.

Im Sinne der Kinder müssen wir an die Zukunft der Umwelt denken.

Mit freundlichen Grüßen

 Sabine und Thierry L.

2020_05_15 Zuschrift Marilia Alves und Stefan Meister

Liebe Freunde der Kolonie am Stadtpark,
Wie oft sind wir an den wunderbaren Gärten vorbeigelaufen und haben dabei selbst als Außenstehende einen großen Frieden verspürt. Wir sind entsetzt, dass diese Oase (nicht nur für die Gärtner_innen) verschwinden soll.
Dies ist unfassbar, vor allem wenn man die Namensgeberin der Schule bedenkt. Wer auch immer dies lesen wird: Hiermit protestieren wir aufs Schärfste gegen diese Pläne.
Beste Grüße,
Marília A. und Stefan M.

2020_05_14 Zuschrift Vivien und Valeska Werner

Eine Oase über Generationen für Generationen seit mehr als 100 Jahren

Seit nunmehr 10 Jahren pflegt und hegt unsere Mutter ihren Kleingarten des Blocks 1. Mit Leidenschaft und Liebe zum Detail hat sie einen wundervollen Platz für Familie, Freunde und Bekannte geschaffen. Für uns alle ist es Naherholung und Ausgleich zum hektischen Alltag. Hier finden unsere Kinder und auch wir Erwachsene zurück zum Ursprung allen Lebens. Hier sehen wir, wie wir mit unseren eigenen Händen Leben erschaffen, Saaten in den Boden bringen und kurze Zeit später den ersten Keim entdecken und am Ende wahres regionales und saisonales Gemüse ernten. Nicht aus dem Supermarkt sondern aus dem eigenen Garten. Schon lange und auch gerade in heutigen Krisenzeiten brauchen wir diese Alternativen, Alternativen zur Wohnung und den Weltmärkten. Eine Grünfläche kann uns niemals das geben, was ein Garten uns gibt.

Das Kleingärtnern hat sich auch die Wangari-Maathai Schule zum Vorbild genommen und ihren Vorgarten mit Gemüse bepflanzt. Zu Ehren der Namenspatronin, die die Schüler dazu ermuntern soll, sich für eine nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Frieden einzusetzen, wurde vor kurzem erst ein Baum auf das Schulgelände gepflanzt. Wie kann es sein, bei all der Wichtigkeit, die auch der Bildung zugeschrieben werden muss, das für eine Erweiterung der Schule, so viel mehr als ’nur‘ Natur weichen muss.

Block 1 der Kleingartenkolonie am Stadtpark 1 ist nicht nur bedeutsam für Pächter und deren Familien, sondern auch für die Nachbarschaft, die sich an der Schönheit des alten Baumbestands, der Blumenpracht und den detailverliebten Lösungen des Kleingärtners erfreut, sondern hat auch besondere Bedeutung für das Stadtklima. In Zeiten, in denen jede Baulücke geschlossen wird und die Sommer durch den Klimawandel immer heißer und trockener werden, wird der Kleingarten immer wichtiger. Wenn man im Hochsommer aus den Straßen in die Kleingartenkolonie einbiegt, kann man atmen – wieder atmen, die Lunge füllt sich mit Sauerstoff und wir als Stadtmenschen erden uns.

Unsere aller Oase des Blocks 1 ist keine zu bebauende Baulücke, sie bedeutet Leben.
Leben für uns Bürger, für unsere Kinder, für die Artenvielfalt von Natur und Tier.
Es kann nicht der Wunsch und das Bestreben der Verantwortlichen sein, das alles
auszulöschen, dieses Gartenparadies dem Erdboden gleich zu machen. Wir bitten die
Verantwortlichen inständig und aus tiefstem Herzen: Seien Sie mobil einen anderen
Standort zur Erweiterung der Schule zu finden.

Vivien W. und Valeska W.