Bewerbung

 

Informationen zur Bewerbung um einen Kleingarten in der Kolonie am Stadtpark I e.V., Stand Dezember 2015

Bewerbungen werden jeden 1. Sonntag im Monat von 11 – 12 Uhr während der Vorstandssprechstunde im Vereinshaus entgegengenommen.

Die Blöcke I – III unserer Kolonie befinden sich auf landeseigenen Flächen und haben eine Schutzfrist bis 2020. Wir hoffen auf ein Weiterbestehen darüber hinaus und setzen uns dafür ein. Der Block IV ist in Privatbesitz und unterliegt nur dem Schutz des Bundeskleingartengesetzes.

Unsere Bewerberliste enthält derzeit rund 100 Bewerbungen, dazu gehören auch 87 Kinder. Man muss damit rechnen, ca. 3 – 4 Jahre auf einen Garten zu warten. Bewerbungen erfolgen zu den Vorstandssprechstunden an jedem 1. Sonntag im Monat von 11 bis 12 Uhr im Vereinshaus. Für eine Bewerbung erheben wir 10 € Verwaltungsgebühr.

Zur Kolonie gehören insgesamt 120 Parzellen unterschiedlicher Größe (von 120-400 m²). 111 Parzellen sind Kleingärten nach dem Bundeskleingartengesetz, 6 Parzellen sind sog. Kiezgärten, für die im Falle einer Räumung der Kolonie keine Entschädigung gezahlt wird und 3 Parzellen sind Grabeland, das direkt vom Bezirksamt verwaltet wird.

Wenn Sie sich beworben haben, ist es notwendig, mindesten einmal vor Ablauf eines jeden Jahres, das auf Ihre Bewerbung folgt, persönlich bei den Vorstandssprechstunden mitzuteilen, dass Sie Ihre Bewerbung aufrechterhalten.

Die Vergabe frei werdender Gärten richtet sich nach der Reihenfolge der Bewerbungseingänge. Der Kleingartenvorstand behält sich jedoch vor, dass ein großer Garten nicht an Singles oder kinderlose Paare verpachtet wird, wie er andererseits kleine Gärten nicht an Familien mit Kindern verpachten wird. Die einmalige Ablehnung einer angebotenen Parzelle ist unschädlich, eine mehrmalige Ablehnung geht mir einer Rückstufung auf der Bewerberliste einher.

Nach Kündigung eines Kleingartens erfolgt eine Bewertung von Baulichkeiten (Laube), Außenanlagen und Aufwuchs (Obstbäume, Sträucher etc.) durch unabhängige Abschätzer des Bezirksverbandes der Kleingärtner von Berlin- Wilmersdorf e.V. Die Abschätzsumme kann ca. 1500 € bis 15.000 € betragen und muss vom Bewerber an den Vorpächter gezahlt werden. Hinzu kommen ggf. Übernahmekosten eines vorhandenen Stromanschlusses. An Bezirksverband und Kolonie sind einmalig Gebühren in Höhe von rund 400 € zu entrichten.

Mit der Unterzeichnung des Unterpachtvertrages, den der Bezirksverband als Zwischenpächter ausstellt, wird die/der Bewerber*in zugleich Mitglied des Vereins Am Stadtpark I e.V. und erkennt damit die Satzung des Vereins und die Bau- und Gartenordnung an. Grundlage ist das Bundeskleingartengesetz. Danach gilt: „Ein Kleingarten ist ein Garten, der
1. dem Nutzer (Kleingärtner) zur nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und zur Erholung dient (kleingärtnerische Nutzung) und
2. in einer Anlage liegt, in der mehrere Einzelgärten mit gemeinschaftlichen Einrichtungen, zum Beispiel Wegen, Spielflächen und Vereinshäusern, zusammengefasst sind (Kleingartenanlage).“

Ein Drittel des Gartens kann der Laube, die nicht größer als 24 m2 sein darf, und den Nebenanlagen zugeordnet werden, wenn sie der kleingärtnerischen Nutzung förderlich sind (keine Geräteschuppen),
ein Drittel kann Erholungsfläche sein (also z.B. Rasen und Kinderspielplatz) und
ein weiteres Drittel gilt dem Anbau von Obst, Gemüse und Sommerblumen. Mindestens 10 % der Gartenfläche sollen Beete, auch Hochbeete sein, auf denen ganz überwiegend Gemüse wächst.

Alljährlich im Juni findet eine Gartenbegehung statt, bei denen Vorstand und Gartenfachberater der Kolonie die Einhaltung der Richtlinien überprüfen und ggf. Auflagen erteilen.

Pro Parzelle werden jedes Jahr drei Arbeitsstunden für Gemeinschaftsarbeiten erwartet.

Der Pachtzins ist gering. Er beträgt 0,36 €/m² im Jahr und orientiert sich an der Pacht im erwerbsmäßigen Obst-und Gemüseanbau. Für reine Erholungsflächen müsste ein fast 10-fach höherer Pachtzins gezahlt werden. Zur jährlich zu zahlenden Pacht gehören die Beiträge für öffentliche Lasten, Vereinsbeiträge an den Landesverband, den Bezirksverband und den Kleingartenverein, sowie Beiträge für verschiedene Zwecke der Kolonie, wie Kinderfonds, Gesellschaftsfonds, Schneebeseitigung etc. Dazu kommt das Wasser- und Abwassergeld und das Geld für die Müllbeseitigung, so dass man bei einem 300 m² großen Kleingarten auf einen Betrag von etwa 450 € im Jahr kommt. Beträge zu Strom-oder Abwasseranlagen müssen hinzugerechnet werden; diese sind jedoch nicht auf allen Parzellen vorhanden.

Einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt, zu deren Teilnahme die Unterpächter*innen verpflichtet sind.

Im Falle einer Räumung der Kolonie wird eine Entschädigung entsprechend den zum Zeitpunkt der Kündigung geltenden Bewertungsrichtlinien gezahlt. Dies gilt nicht für Kiezgärten und für Gärten im Grabeland.

Der Kolonievorstand

Muster eines Unterpachtvertrags

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