DenkMalTour: Entwicklung und Perspektiven der Kleingartenanlagen in Berlin am Beispiel der Geschichte der Kleingartenkolonie Am Stadtpark I in Berlin-Wilmersdorf

DenkMalTour: Entwicklung und Perspektiven der Kleingartenanlagen in Berlin am Beispiel der Geschichte der Kleingartenkolonie Am Stadtpark I in Berlin-Wilmersdorf

Eine Veranstaltung der Naturfreunde Berlin
am Sonntag, den 16. August 2020, 14 – 17 Uhr

Die DenkMalTour erkundet Orte der über 100jährigen Geschichte der Kleingartenkolonie Am Stadtpark I und ihres Umfeldes. Die Tour beginnt am Eingang des Blocks 4 der Kolonie in der Prinzregentenstraße / Ecke Waghäuseler Straße. Gabriele Gutzmann, Soziologin, Landschaftsplanerin und Vorsitzende der Kolonie Am Stadtpark I, berichtet von ihren aktuellen Forschungsergebnissen zur Geschichte der Kolonie, ihrer Gründung, ihrer einzelnen Flächen und deren Eigentümern, der Verbindung mit dem Park und dem Stadtraum und sie spricht über den Wandel der Kolonie im Wandel der Zeiten. Anschließend wird Uwe Hiksch einen Bogen zur allgemeineren Geschichte der Berliner Kleingartenanlagen schlagen.

Führung: Dr. Gabriele Gutzmann, Uwe Hiksch

DenkMalTour_Geschichte_Am Stadtpark I

2020_06_16 Zuschrift Katharina Meier

Liebe Frau Gutzmann,
seit letztem Jahr wohnen wir in unmittelbarer Nähe der wunderschönen Kleingartenkolonie und haben sie sofort als grüne Oase für uns entdeckt. Nirgendwo ist es ruhiger und schöner und das zu jeder Jahreszeit- immer gibt es etwas zu entdecken und man kann auch, ohne dass man einen Garten besitzt hier die Seele baumeln lassen. Jede Parzelle ist ein liebevolles Unikat mit Geschichte, die jede für sich unbedingt erhalten bleiben sollte!
Wir unterstützen Ihre Petition mit ganzem Herzen
Katharina M.

Ab 5.Juli wieder Vorstandssprechstunden

Ab 5. Juli gibt es bis auf Weiteres wieder jeden 1. Sonntag im Monat von 11 bis 12 Uhr im Vereinsgarten eine Sprechstunde von Vorstand und Gartenfachberatern. Dann nehmen wir wieder Bewerbungen und Rückmeldungen entgegen. Für alle, die sich coronabdingt in den letzten Monaten nicht zurückmelden konnten, verlängert sich die Rückmeldefrist bis September 2020. Bewerbungen und Rückmeldungen sind nach wie vor nur persönlich zu den Sprechstunden möglich.

2020_06_04 Zuschrift Maike Grunwald

Liebe Freunde der Kleingartenkolonie Am Stadtpark,
leider mussten wir erfahren, dass Block 1 der Kleingartenkolonie
zugunsten von Bauvorhaben vernichtet werden soll. Das wäre eine
Tragödie, und zwar nicht alleine für die Kleingärtner, sondern auch für
Leute wie uns, die in der Nähe leben. Die liebevoll gestalteten Gärten,
die durch die öffentlich zugänglichen Spazierwege für alle zu bewundern sind, bilden eine blühende, grüne Erholungsoase für die Nachbarschaft und sind eine Bereicherung für ganz Berlin.
Wir Spaziergänger erfreuen uns an der freundlichen Atmosphäre, die hier herrscht, an den insektenfreundlichen, naturnahen Gärten mit den alten Obstbäumen, bevölkert von summenden Bienen, Schmetterlingen und singenden Vögeln. Man merkt unmittelbar, wie dieses Stück Grün das Stadtklima verbessert und den Artenreichtum fördert.
Sicher gibt es eine weniger destruktive Lösung für die Erweiterung der
Wangari-Maathai-Internationale-Schule, die den Namen einer
Umweltaktivistin trägt. Gerade in Zeiten von Klimawandel und
Artensterben müssen die Gärten dieser sowohl ökologisch als auch
kulturell wertvollen Kleingartenkolonie, die seit über 100 Jahren besteht, dauerhaft erhalten und geschützt werden.
Mit lieben Grüßen
Christine G.

2020_06_05 Zuschrift Blandine Milcent

In unserer Epoche der Klimaerwärmung dürfen diese Parzellen *AUF KEINEN FALL* verschwinden. Sicher könnte man glauben, dass einige Hektar verlorener Grünfläche, zumal für die Erweiterung einer Schule, nicht das Ende der Welt bedeuten. Aber diese Denkweise können wir uns nicht mehr leisten. Es ist genau diese Denkweise, die uns daran hindern wird, gemeinsam der Klimakrise zu begegnen. Die Rettung der Kleingartenkolonie muss eine absolute Priorität haben. Die Kleingärten müssten in Zukunft unantastbar sein. Wir müssen dafür kämpfen, dies der Senatsverwaltung zu verstehen zu geben. Eine Stadt wie Berlin darf nicht Schritt für Schritt zur Betonwüste werden. Einige große europäische Städte wie Paris sind bereits, immer wenn der Sommer beginnt, zur Hölle geworden, weil Sie nicht
über genügend Grünflächen verfügen.
Blandine

2020_05_20 Zuschrift Kita Piccolino

Ich will meinen Garten behalten, da leben so tolle Regenwürmer
Livio, 5 Jahre
Ich mag gerne Karotten aus der Erde ziehen und Gras schneiden
Antonio, 3 Jahre
Mitten in der Stadt eine altgewachsene Kleingartenkolonie zu haben, ist für Kleingärtner, Nachbarn, das Stadtklima und nahe Bildungseinrichtungen sehr wichtig. Im zweiten Jahr ist die deutsch-italienische Kita „Piccolino e.V.“ in direkter Nachbarschaft zu der Kleingartenkolonie mittlerweile beim Gärtnern mit dabei. Die Kitagruppe ist glücklich so viel Stadtnatur zu erleben: Umgraben, säen, gießen, beobachten, ernten. Für die Kinder ist es wichtig den Naturkreislauf kennenzulernen, zu verstehen, woher unser Essen kommt.
Bitte zerstören Sie das nicht, indem die Kleingartenkolonie bedroht wird.
Eva S., Piccolino e.V.

2020_05_19 Marianne Ronzheimer

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion soll in in kürzester Zeit und unter der Hand, ohne jede Transparenz, unser Kleingartengelände aufgegeben werden. Die dafür zuständigen Gremien werden einfach übergangen. Das weckt in mir ein tiefes Misstrauen, ob die Entscheidungsprozesse in unserem Land richtig ablaufen.

Für mich lauten die Kernfragen, zu denen Stellung bezogen werden muss: Wie ist dieser Entscheidungsprozess abgelaufen und wer hat letztendlich die Entscheidung getroffen?

Welche Interessen von welcher Seite haben sich durchgesetzt? Und natürlich: Warum wurde dieses Vorhaben ohne öffentliche Diskussion vorangetrieben? Welche Position nehmen die Parteien im Bezirksamt und BVV in dieser Frage ein? Wie haben sich SPD, FDP und Grüne bisher verhalten?

 Oder kann es sein, dass die Berliner Verwaltung, in dem Fall die Bildungsverwaltung, die politischen Kräfte ausgetrickst hat?

Als Wähler würde ich gerne wissen, wem ich aufgrund welcher Entscheidungen meine Stimme geben kann. 

Eins steht für mich jetzt schon fest: So wird Vertrauen verspielt!  Das Vertrauen der Bürger und Wähler in demokratische Prozesse, Vertrauen in die Beziehungen zu den „Entscheidern“, Vertrauen darauf, und dass man als Bürger die Chance besitzt, Politik mitzugestalten. Wenn uns Kleingärtner nur die Rolle des ohnmächtigen Zuschauers in diesem „Spiel“ bleibt, dann schafft das Verdrossenheit und Verbitterung. 

Fest steht auch, dass diese Entscheidung den ursprünglichen Intentionen  der Namensgeberin der Wangaari-Maathai-Schule – die als kenianische Umweltaktivistin und Initiatorin des „green-belt-movements“, einer „Grün-Gürtel-Bewegung“, den Friedennobelpreis bekommen hat – fundamental widerspricht. Aber für die Entscheider scheint das nicht von Belang zu sein.

Marianne R.